Essbare Pflanzen – Tipps für verzehrbare Blumen, Blätter und mehr

Essbare Pflanzen im März

Duftveilchen (Viola odorata): Das Duftveilchen ist eine vielseitig verwendbare Duftstaude für lichtschattige Lagen. Sie ist besonders gut zur Unterpflanzung von größeren Gehölzen geeignet. Ihr süßlicher Duft ist im März einer der ersten Frühlingsweckrufe. Geerntet werden können die Blüten und Blütenknospen. Man kann sie roh essen oder einfach zum Aufhübschen auf Speisen streuen. Ein besonderer Hochgenuß ist das Kandieren der Blüten. Dazu werden die Blüten mit geschlagenem Eiweiß bestrichen. Darüber wird eine dünne Schicht Puderzucker gestreut. Nach einem Tag sind die Blüten abgetrocknet und können verkostet werden. 

Bärlauch: Der Bärlauch ist ein wichtiges altes Heilkraut und Nahrungsmittel, das von Mitte März bis Mitte Mai geerntet werden kann. Frisch kann man Bärlauch für Suppen, Salate und als Gewürz im Kräuterquark verwenden. Das Kraut kann zudem als Ersatz für Knoblauch in vielen Gerichten eingesetzt werden. Allerdings ist es als getrocknetes Gewürz nicht geeignet, da es beim Trocken viel an Aroma verliert. Eine Möglichkeit, das Knoblauchgewürz haltbar zu machen, ist die Zubereitung eines Bärlauch-Pestos. Dazu braucht man 200 g Bärlauch,  25 g Pinienkerne, 25 g Parmesan, 1 Teelöffel Salz und 150 bis 250 ml Olivenöl. Der Bärlauch wird gewaschen und in Streifen zerschnitten. Die Pinienkerne werden ohne Fett in der Pfanne leicht angeröstet. Der Parmesan und die Pinienkerne werden fein zerrieben. Jetzt alle restlichen Zutaten dazugeben und vermischen. Zum Abschluss wird das Öl dazu gegeben. Das Bärlauchpesto hält sich im Kühlschrank etwa zwei bis drei Wochen.

Zutaten für ein Bärlauch Pesto
Pancakes mit Ahornsirup

Scharbockskraut (Ranunculus ficaria): Das Scharbockskraut ist eine superfrühe, teppichartig wachsende Futterpflanze für Bienen und den Menschen. Aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehaltes wurde sie seit altersher bei Mangelerkrankungen wie Skorbut eingesetzt. Aber auch für einen gemäßigten Frischverzehr sind die Blätter geeignet, wenn sie vor der Blüte geerntet werden. Die Pflanze ist in allen Teilen giftig, frisch ausgetriebene Jungblätter sind jedoch unbedenklich. Eine Handvoll junges Laub pro Tag kann als herzhafte Vitaminzugabe für Salate und Kräuterquark eingesetzt werden.

Ahorn (Acer): In Kanada gewinnt man vom Zucker-Ahorn den bekannten Sirup, der als Pfannkuchenaufstrich weltweit genutzt wird. Aber auch bei uns lässt sich ein Sirup gewinnen, nämlich aus den Ahorn-Blüten, die ab Ende März erscheinen. Und so wird der Sirup angesetzt: Auf ca. 250 g Ahornblüten kommen 1 kg Zucker, 1 Zitrone und 1 Liter Wasser. Wie bei anderen Blütensäften auch, wird das Wasser mit dem Zucker unter ständigem Rühren aufgekocht. Dann werden die Blüten und die Zitronenscheiben hinzugegeben. Das Ganze lässt man einen Tag ziehen. Nach dem Absieben wird der Sirup wieder aufgekocht und in saubere Flaschen abgefüllt.

Giersch: Er gilt als besonders lästiges Wurzelunkraut: der Giersch. Aber im Frühjahr, wenn er rasch seinen grünen Laubteppich ausrollt, hat er auch Gutes zu bieten. Aus seinen vitaminreichen Jungblättern lässt sich ein leckerer Salat zubereiten. Zusammen mit roten Zwiebeln, Radieschen und Kräutern entsteht ein spezieller "Krautsalat". So macht Unkraut jäten Spaß und satt! Übrigens gibt es auch einen "Mini-Giersch" mit kontrollierten Wachstum für halbschattige Standorte: die weißbunte Sorte 'Variegata'.

Kornelkirsche (Cornus mas): Wenn man die Knospen vor dem Aufblühen erntet und in Butter röstet, sind sie eine leckere Zutat für Salate.

Essbare Pflanzen im April

Ahorn: Kaum eine andere Gehölzgattung bietet so viele unterschiedliche Laubformen wie der Ahorn. Und das Beste: großes Junglaub von Spitz- und Berg-Ahornen kann sogar für Salate genutzt werden. Ernten Sie einfach die jungen Blätter vorsichtig ab. Dies ist bis Ende April bedenkenlos möglich. Das dünne Laub bricht leicht und sollte deswegen mit Bedacht gereinigt und rasch verarbeitet werden. Für die Zubereitung muss es natürlich frei von Insekten und Schmutz sein. Nachdem die Stiele entfernt wurden, werden die Blätter auf einem flachen Teller angerichtet. Darüber kann man – je nach Geschmackswunsch - geröstete Brotwürfel, Parmesan und gemahlene Nüsse verteilen. Benötigt wird nur sehr wenig Salatsoße. Sie wird aus Essig, Öl, Pfeffer und Salz gemixt und über das frische Laub verteilt.

 

Hopfen: Der Hopfen ist eine Kletterstaude mit verholzenden, windenden Trieben. Als Gartenaufsteiger der letzten Jahre wird der schnell wachsende Kletterkünstler heute für vielfältige Begrünungsaufgaben eingesetzt. Hopfen wird erwerbsmäßig zur Bierherstellung angebaut, dass man auch seine Triebe essen kann, ist jedoch weniger bekannt. Die Hopfensprossen werden als Hopfenspargel bezeichnet, da die Wurzeltriebe unter der Erde liegen. Im Hopfenanbau werden Mitte März bis Mitte April die überzähligen Wurzeltriebe bis auf drei starke Haupttriebe entfernt. Die verbliebenen Haupttriebe wachsen dann kräftiger und tragen im Herbst die begehrten Hopfendolden. Die nicht benötigten Triebe können zum Kochen genutzt werden. Die Wurzeltriebe werden in Salzwasser kurz aufgekocht und als "Spargel" beispielsweise für Salate verwendet. Heute gelten die Sprossen als Delikatesse, da die Ernte sehr zeitaufwändig ist. Für ein Kilogramm Hopfenspargel braucht man etwa ein bis zwei Stunden!

 

Löwenzahn: Er gilt als besonders lästiges Wildkraut: der Löwenzahn. Als Wurzelunkraut muss er sofort und mit allen Wurzelteilen entfernen werden. Dafür gibt es sogar eigens entwickelte Unkrautstecher. Werden nicht alle Wurzelteile aus dem Boden entfernt, treibt er umgehend wieder aus – oft sogar vitaler denn je! Diese Langlebigkeit ist aber für den Küchenfreund ein Segen. Denn ein Mangel an jungen Blattrosetten besteht im Frühjahr eigentlich nicht. Bis zur Blüte können die milden Jungblätter, die kaum Bitterstoffe enthalten, genutzt werden. Für die Ernte schneidet man die ganze Pflanze ab. Ältere Blätter werden abgezupft. Dann werden die Blätter gewaschen. Die Salatsauce besteht aus Essig, Öl, Honig und Senf. Sie wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Dazu passen geröstete Sonnenblumenkerne oder/und Sesam.

Salat mit Löwenzahn und Essig

Magnolien: Eigentlich braucht man für Magnolien keine besondere Empfehlung abzugeben. Wer liebt sie nicht, diese imposanten Blütenbäume, die wie kaum eine andere Gehölzgruppe mit ihren riesigen und zahlreich erscheinenden Blüten beeindrucken. Wenn sich andere Gehölze noch laub- und blütenlos von den Unbilden des letzten Winters erholen, sorgen die Blüten-Primadonnen bereits für eine spektakuläre Blütenpracht. Weniger bekannt ist, dass man die Duftblüten auch kandieren kann. Dazu werden die Blüten mit geschlagenem Eiweiß bestrichen und mit einer dünnen Schicht Puderzucker überstreut. Verzuckerte Magnolien-Blüten haben einen leicht ingwerartigen Geschmack.

Schlehe: Wichtiges Gehölz mit zahlreichen ökologischen Aufgaben in Feld und Flur.   
Äußerst robust, die beinharten Triebe dieser nektarspendenden Bienenweide mit weißer, landschaftsprägender Frühlingsblüte vertragen es sogar einmal, von Autoreifen überrollt zu werden. In der Küche sind die Blüten als Gewürz in Nachspeisen beliebt.

Essbare Pflanzen im Mai

Pfeifenstrauch: Der Pfeifenstrauch (Philadelphus) ist ein bodentoleranter Duftstrauch, der überall hin passt und jeden Schnitt verträgt. Die Blüte kann man für die Naturkosmetik (Gesichtswasser) nutzen oder einfach zum Aromatisieren von Teekreationen, wie beispielsweise Grünen Tee, einsetzen. Auch eigene Teemischungen mit Brombeer- und Himbeerblättern sind beliebt.

Holunder: Der robuste Fruchtstrauch lockt zahllose Insekten, Kleinsäuger und Vögel in den Garten. Für den Menschen liefern Holunderblüten einen wertvollen Rohstoff für viele Heil- und Lebensmittel wie Saft, Mus, Limonade, Gelee, Kaltschale und Essig. Besonders lecker schmeckt ein Holunderblütensirup, zum Beispiel in Sekt oder als Limonade. Der Sirup lässt sich sehr einfach selbst herstellen. Für 2 Liter Sirup braucht man 30 große Holunderblütendolden, 1 Liter Wasser, 1,5 kg Zucker, 50 g Zitronensäure und 3 Zitronen. Die Blüten finden sich entweder im Garten oder man sammelt sie in der freien Natur. Und so wird der Sirup zubereitet: Wasser mit Zucker aufkochen. Dann die Zitronensäure zufügen. Die Blüten werden gewaschen und Stängel der Holunderblüten abschnitten. Blüten abwechselnd mit Zitronenscheiben in eine große Schüssel schichten und mit dem Sirup übergießen. Das Ganze lassen Sie dann 3 Tage an einem dunklen, kühlen Ort ziehen. Ab und zu umrühren.

Frauenmantel: Bewährte, im Juni und Juli gelb blühende Polsterstaude, die gerne Beetrosen zu Füßen liegt. Der Frauenmantel ist eine der dankbarsten Gartenstauden überhaupt, langlebig und pflegeleicht. Dazu kommt das sehr zierende Laub, an dessen Blatträndern sich dekorativ Tautropfen absetzen. Durch das fortlaufende Schneiden von Blüten sind die Blumenvasen immer gut gefüllt. Zudem fördert der Blütenschnitt auch eine zweite Blüte des Frauenmantels. Für die Gewinnung eines Heiltees werden Blätter und Blüten genutzt. Diese werden kleingeschnitten und getrocknet. Für die Zubereitung des Tees werden 250 ml kochendes Wasser über einen Esslöffel Trockenkraut gegossen. Das Ganze lässt man 7 bis 10 Minuten ziehen.

Weiße Holunderblüten
Frauenmantel als Tee

Flieder: Blüht der Flieder, ist der Mai in seinem Blütenelement. Und das Schönste: Diesen Duftrausch können Sie sich auch in die Vase holen. Schneiden Sie die Blütenstiele am Triebende schräg an. Oft haben die Blütentriebe beblätterte Seitentriebe. Trennen Sie diese von den Blütentrieben ab und stellen Sie sie extra in die Vase. Schneiden Sie im Rhythmus von drei Tagen die Stiele immer wieder neu an und wechseln Sie am besten täglich das Vasenwasser. Mit einem Fliederblütensirup kann man den Duft sogar konservieren. Ähnlich wie beim Holunderblütensirup wird der Zucker gemeinsam mit dem Wasser in einem Topf aufgekocht. Dann kommt die Zitronensäure dazu. Die Fliederblüten kommen, zusammen mit Zitronenscheiben, in ein Glas, darüber die Wasser-Zucker-Mischung. Nach drei Tagen wird der Sirup abgesiebt. Lassen Sie dabei die Blüten für einige Minuten frei abtropfen, die Blüten bitte nicht pressen!

Tannen: Tannenspitzenhonig ist eine besonders schmackhafte Kostbarkeit. Und so geht's: Die frisch gepflückten Tannenspitzen abwaschen, in einer Schüssel mit Wasser überdecken und ziehen lassen. Am nächsten Tag das Ganze in einen Topf umfüllen, 30 Minuten auf kleiner Stufe köcheln und wieder über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag den Sud abseihen, zurück bleibt eine milchige Flüssigkeit. Den Sud abmessen und in gleicher Menge Zucker hinzufügen. Nun wird der Tannenspitzenhonig etwa 1 Stunde eingekocht und als Sirup abgefüllt.

Flieder-Sirup mit Zitronen

Essbare Pflanzen im Juni

Eberesche: Die herbstfärbende Eberesche (Sorbus aucuparia) ist als vitaminreicher Fruchtgenuss in Form von Mus und Trockenfrüchten bekannt. Aber nicht nur bei Gartenfreunden ist sie beliebt. Ihr zweiter deutscher Name "Vogelbeerbaum" weist auf die zahlreichen Vogelarten hin, die sich nach dem ersten Frost gerne an den Früchten laben. Der Wildobstklassiker passt dank schmaler Krone auch in kleine Gärten und trägt dort zur Selbstversorgung mit bei. Auch die Blüten sind jetzt nutzbar, nämlich für die Teeherstellung. Ein heißer Aufguß aus den Blättern und Blüten, den man etwa zehn Minuten ziehen lässt, ist schmackhaft und gesund. Früher tranken ihn Opernsänger und -sängerinnen, um ihre beanspruchten Stimmbänder wieder in Form zu bringen.

Walnuss: Die Walnuss (Juglans) ist ein wärmebedürftiger Fruchtbaum für große Höfe und Gärten. Die Nutzung der Früchte ist bekannt, entweder isst man die geknackten Nüsse als Snack roh oder gibt sie als Beilage zum Beispiel mit in Salate oder leckere Kuchenmischungen. Weniger bekannt ist die Nutzung der Blätter als Wellnessprogramm für beanspruchte Füsse. Hierzu wird ein Sud aus zwei Liter Wasser mit etwa 100 Gramm Blättern etwa 10 Minuten geköchelt. Das Fußbad dauert etwa eine Viertelstunde und hilft auch gegen Schweißbildung.

Walnussblätter
Walnussfußbad

Wiesen-Sauerampfer: Der Wiesen-Sauerampfer (Rumex acetosa) ist eine ausdauernde, meist wintergrüne Halbrosettenpflanze, die während des Sommers Laub in Hülle und Fülle liefert. Er wächst auf vielen Wiesen und in Gärten, besonders von Juni bis September ist die Pflanze produktiv. Man erkennt den Sauerampfer leicht an seinen langen, pfeilförmigen Blättern, die Spinat ähneln. Das Aroma der Blätter ist sauer und wird schon seit altersher als Gewürz genutzt. Man kann mit dem Wildkraut zum Beispiel einen Gurkensalat scharf aufpeppen. Dazu schneidet man eine Salatgurke in kleine Würfel. Dazu kommen entkernte, klein gehackte Peperoni und Käsewürfel. Entfernen Sie die Stiele vom Sauerampfer und schneiden Sie die Blätter in kleine Streifen. Zum Abschluss wird alles miteinander vermischt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Etwas Öl unterrühren.
 

Ölweide: Höchster Zierwert und enorme Trockenheitsresistenz kennzeichnen dieses kleine Juwel. Die weißen, leicht duftenden, unscheinbaren Blüten erscheinen ab Juni. Besonders lecker sind Limonadenmischungen. Eine Handvoll Blüten wird mit Zitronenscheiben und ein wenig Zucker über Nacht in Wasser eingelegt. Am nächsten Tag kann die Limonade direkt abgegossen und getrunken werden.

Essbare Pflanzen für den Monat Juli

Zucchini: Zucchini sind ein beliebtes Gemüse, das in keiner Sommerküche fehlen sollte. Was nur wenige wissen: auch die gelben Blüten lassen sich für schmackhafte Rezepte nutzen. Man kann die Blüten beispielsweise frittieren oder/und befüllen. Aber auch roh schmecken die Blüten sehr gut, etwa im Salat, wo sie mit ihrer gelben Farbe für eine ungewöhnliche Sommeroptik sorgen. Die Zucchini-Pflanze bildet männliche und weibliche Blüten aus. Für Rezepte nutzt man die männlichen Blüten, da sich aus ihnen keine Früchte entwickeln können. Die Blüten sind für den Ernteertrag der Zucchini-Früchte ohne Bedeutung, also ab damit in die Küche. Zum Frittieren erhitzen Sie das Frittieröl auf 175 °C. Zwei Eigelb in 150 g Mehl mit einem Schuß Bier mit dem Schneebesen verrühren. Eiweiß steif schlagen, bis es gerade die Form hält und dann unter den Teig heben. Jetzt werden die Zucchiniblüten im Mehl gewendet, in den Teig gedippt und im heißen Öl goldgelb frittiert. Dazu passt eine Knoblauchmayonnaise.

Hemerocallis: 2018 war sie die Staude des Jahres: die Taglilie (Hemerocallis). Taglilien beeindrucken mit einer riesigen Sortenvielfalt in unzähligen Farbtönen und teilweise mit Duft. Der deutsche Name bezieht sich auf die lilienähnlichen Blüten der Hemerocallis, die aber keine echte Lilie ist. Jede einzelne Taglilienblüte hält tatsächlich nur einen Tag lang. Dies fällt aber angesichts der überwältigenden Blütenfülle nicht weiter auf. An einem sonnigen Platz blühen Taglilien wochenlang überreich. Die Blüten sind essbar und geben Speisen eine raffinierte Geschmacksnote. Dabei sind die Farbunterschiede deutlich zu schmecken: von mild über würzig frisch bis pfeffrig. Die Knospen kann man in Salaten verwenden. Man schneidet sie schräg auf, etwa wie eine Salami. Aufgeblüht lassen sich die Blüten gut füllen. Zum Beispiel mit einer Zwiebel-Champignons-Peperoni-Semmelbrösel-Olivenöl-Mischung.

Yucca: Die Palmlilie (Yucca) ist eine prachtvolle Blütenstaude für trockene, sonnenverwöhnte Standorte. Ihre über einen Meter hoch werdenden Glockentürme aus zahllosen Blüten sind der Hingucker! Die weissen, grossen Blüten passen sehr gut in Salate und zu Reis. Verzuckert sind sie eine einmalige Tortendeko.

Rosenblüten: Für kandierte Rosenblüten benötigte man ungespritzte Rosenblüten, Eiweiß, feinen Zucker oder Puderzucker. Und so sieht die Zubereitung aus: Verquirlen Sie zunächst das Eiweiß. Tauchen Sie die Blütenblätter oder ganzen Rosenblüten ein und wenden Sie sie im Zucker. Überschüssigen Zucker schütteln Sie einfach ab. Lassen Sie die Blätter auf einem Rost 2-3 Tage an einem luftigen, warmen Ort trocknen, bis sie sich hart anfühlen. In einem gut verschließbaren Gefäß können Sie die kandierten Blüten zwischen Pergamentpapierlagen aufbewahren. Die Zuckerblüten eignen sich zur Dekoration von Kuchen und Desserts oder als besondere Leckerei zu einem Sherry oder Dessertwein.

Essbare Pflanzen für den Monat August

Malve: Die Familie der Malvengewächse ist sehr umfassend und groß. Die echte Malve (Malva sylvestris) gilt dabei in unseren Breiten als eher kurzlebig. Dies ist aber kein Problem, da sich die Südeuropäerin sehr leicht versamt. Malven lieben sonnige, durchlässige bis trockene Standorte. Sie brauchen nur wenige Nährstoffe. Markant sind ihre tief violettfarbenen Blüten, die schon von weitem leuchten. Sie sind essbar und weisen einen milden Geschmack auf. Mit ihnen lassen sich Salate verzieren oder beruhigende Tees aufgießen. Dazu lässt man die Blüten 12 Stunden in handwarmem Wasser ziehen. Nach dem Entfernen der Blüten wird der Auszug dann auf die gewünschte Trinktemperatur gebracht. Aus den Samen gewinnt man sogenannte "Falsche Kapern". Dazu werden die unreifen Samen aus der noch grünen Frucht geerntet und abgewaschen. Man lässt sie anschließend einen Tag in Salzwasser einweichen. Nach dem Absieben werden die Samen zusammen mit Essig und Zwiebelscheiben in einem Topf kurz aufgekocht. Das Ganze wird heiß in Gläser abgefüllt. Nach zwei Wochen Reifezeit können die eingelegten Malvensamen wie Kapern verwendet werden.

Felsenbirne: Felsenbirnen (Amelanchier) gelten als sehr genügsam und bodentolerant. Ob feucht oder kalkhaltig – die robusten Großsträucher gedeihen auf jedem Gartenboden. Sie brillieren als Solitäre und fügen sich genauso gut in gemischte Blütenhecken ein. Der gestalterische und ökologische Nutzen geht weit über die Frühlingsblüte hinaus. Ab Juli tragen die Sträucher genießbare Beeren in großer Fülle, die auch bei vielen Vogelarten beliebt sind. Im Herbst sorgt die leuchtend orangerote, teils violettgelbe Herbstfärbung des Laubes für ein Farbspektakel allererster Güte. Die Beeren eignen sich für viele Rezepte. Sehr einfach lassen sie sich beispielsweise für einen Felsenbirnen-Likör nutzen. Dazu werden die gewaschenen und geputzten Früchte zusammen mit einer aufgeschlitzten Vanilleschote und Kandiszucker in eine Ansatzflasche gefüllt und mit Wodka übergossen. Den Likör lässt man acht Wochen reifen, dann kann er gefiltert und in Flaschen abgefüllt werden.

Heidelbeere: Heidelbeeren, auch als Blaubeeren bekannt, sind begehrte Obststräucher für kalkfreie Standorte. Wie Rhododendron brauchen die Pflanzen einen humosen, gleichmäßig feuchten Boden. Zu lehmige Standorte sollten deshalb vor der Pflanzung unbedingt aufgebessert werden. Die Wurzeln der Sträucher sind sehr atmungsaktiv, bei Sauerstoffarmut sterben sie ab. Wie alle Moorbeergewächse sollten Blaubeeren deshalb nicht zu tief gepflanzt werden. Die Oberkante der Ballen kann nach dem Pflanzen gerne einen Fingerbreit aus der Erde herausschauen. Heidelbeeren sind selbstfruchtbar, trotzdem erhöht das Pflanzen von verschiedenen Sorten den Ertrag spürbar. Die Beeren bieten sich für zahlreiche Rezepte an. Besonders beliebt sind Blaubeermuffins. Für 12 Stücke braucht man 250 g frische Heidelbeeren, 175 g weiche Butter, 1 Paket Vanillezucker, 150 g Zucker, 1 Prise Salz, 4 Eier, 330 g Mehl, 1 Paket Backpulver, ½ Teelöffel Natron und etwas Puderzucker zum Bestäuben. Und so geht's: Zunächst wird der Ofen auf 200°C vorgeheizt und eine Muffinform ausgefettet. Die Heidelbeeren werden gewaschen, danach lässt man sie abtropfen. Alle Zutaten werden zu einem glatten Teig verrührt und die Heidelbeeren unter den Teig gehoben. Abschließend wird der Teig gleichmäßig in die Förmchen gefüllt und das Ganze für ca. 25 Minuten in den Ofen geschoben. Nachdem die Muffins ausgekühlt sind, werden sie mit Puderzucker bestäubt.

Brombeere: Brombeeren sind vitale Wachser, deren einjährigen Ruten für die kommende Saison aufgebunden werden. Es gibt auch dornlose Sorten, die sich leicht beernten lassen. Für einen Saft werden die Brombeeren nach der Ernte gewaschen und gewogen. Danach gibt man sie in einen Topf und zerkleinert sie mit einem Kartoffelstampfer. Geben Sie etwas Wasser hinzu und lassen Sie das Ganze ca. 15 Min. köcheln. Der Fruchtbrei wird durch ein Tuch gefiltert und der gewonnene Saft mit dem Zucker verrührt. Auf 1 Liter Saft rechnet man 750 bis 1000 Gramm Zucker. Zum Abschluss wird der Saft mit dem Zucker bei starker Hitze einmal aufgekocht und heiß in Flaschen abgefüllt.

Essbare Pflanzen für den Monat September

Holunder-Marmelade: Der robuste Schwarze Holunder ist ein Naturgehölz, das mit seinen weißen Blütendolden und seinem imposanten, schwarzroten Beerenschmuck zahllose Insekten, Kleinsäuger und Vögel in den Garten lockt. Die Beeren können als Wildobst genutzt werden. Aus Holunderbeeren lassen sich hervorragende Gelees und Säfte zubereiten. Besonders beliebt sind Marmeladen aus vollständig durchgefärbten Beeren, wie man sie ab Ende August ernten kann. Holundersaft ist ein starker Farbstoff, deshalb sollte man Hände und Kleidung bei der Ernte schützen. Während des Pflückens sollte man sich nicht zum Naschen verleiten lassen, da die rohen Früchte giftiges Sambunigrin enthalten, das sich erst durch Erhitzen zersetzt. Typisch für die Beere ist ihr herber Geschmack. Deshalb enthalten alle Rezepte eine großzügige Portion Zucker. Und so wird die Marmelade angesetzt: Drei Pfund gewaschene Holunderbeeren werden mit dem Saft einer Zitrone vermischt. Beim Aufkochen wird ein Pfund Gelierzucker gleichmäßig untergerührt. Das Ganze lässt man fünf Minuten weiter kochen. Die heiße Mischung wird in sterilisierte Schraubgläser gefüllt, die nach dem Verschließen für 20 Minuten auf den Kopf gestellt werden.

Sanddorn-Brot: Sanddorn ist ein Wildobst-Strauch par excellence, der Leib und Seele zusammenhält. Die großfrüchtigen, vitaminreichen Sorten des Fitness-Gehölzes eignen sich als Grundlage für Säfte, Marmeladen und andere Köstlichkeiten. Eine davon ist das Sanddorn-Brot, eine leckere Süßigkeit, die an Geleefrüchte erinnert. Zunächst 500 g Beeren gründlich waschen, mit 650 g Zucker vermischen und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag wird die Masse mit Wasser bedeckt und kurz erhitzt, bis die Früchte aufplatzen. Anschließend pürieren und filtern. Dann 50 g Zucker mit 30 g Pektin vermischen, zum Püree geben und nochmals aufkochen lassen. Zum Abschluss wird die Masse ca. 1 cm dick auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gestrichen. Das Ganze lässt man zwei bis drei Tage trocknen. Dann kann das Brot - in kleine Rechtecke geschnitten und in Zucker gewälzt – serviert werden.

Kastanien-Waschmittel: Schattenspender mit Tradition sind Kastanien. Sie stehen seit Jahrhunderten auf Dorfplätzen und in Biergärten. Leider kommen sie für die meisten Hausgärten aufgrund ihrer gewaltigen Ausmaße nicht in Frage. Es gibt aber gartengerechte Alternativen, nämlich Kleinbäume mit Kugelkronen. Auf jeden Fall kann jeder im Herbst Rosskastanien sammeln. Die Früchte sind wahre Allroundtalente, sogar als Kastanienwaschmittel lassen sie sich nutzen. Für eine Füllung Buntwäsche braucht man 8 bis 10 trockene, saubere Rosskastanien. Diese werden auf einem Brettchen geviertelt und mit 300 ml Wasser in ein Glas gegeben. Die Flüssigkeit lässt man über Nacht stehen. Schon am nächsten Tag bewirkt ein leichtes Schütteln der Lauge eine seifenartige Schaumbildung und lässt die Reinigungswirkung erahnen. Zum Waschen gibt man die Reinigungsflüssigkeit einfach durch ein Sieb in das Waschmittelfach. Bei hartem Wasser sorgt die Zugabe eines Teelöffels Wasch-Soda dafür, dass die Reinigungswirkung auch bei kalkhaltigem Wasser gewährleistet ist. Das Kastanien-Waschmittel ist absolut geruchsfrei. Ein Nachteil ist die nur sehr begrenzte Haltbarkeit der Flüssigkeit. Es können also keine großen Mengen vorproduziert werden. Man kann aber Rosskastanienpulver herstellen und einlagern. Hierzu zerkleinert man in einer Küchenmaschine einige Kilogramm Kastanien und trocknet das Pulver. Mit ihm lässt sich die gewünschte Flüssigkeitsmenge schnell dosieren.

Essbare Pflanzen für den Monat Oktober

Leycesterie-Karamelle: Die Karamellbeere (Leycesteria formosa) ist ein dekorativer Zierstrauch mit interessanten Fruchtständen. Die Pflanze blüht von August bis September. Dabei erscheinen weißliche Blüten in langen Trauben mit weinroten Tragblättern. Der Strauch wird zwei Meter hoch. Mitunter friert er zurück, treibt aber zuverlässig wieder aus. Die auffallend dekorativen Früchte sind rot, später schwarz, während die Tragblätter rot bleiben. Ab dem Spätsommer kann man die reifen, weichen Früchte bis weit in den Spätherbst fortlaufend ernten und wie Karamellbonbons essen. Sie schmecken schokoladig mit einer leicht bitteren Note.

Berberitzen-Essig: Berberitzen sind langsamwüchsige, meist kleinlaubige Sträucher, die aufgrund ihrer Schnittverträglichkeit oft als Heckenpflanzen genutzt werden. Aus den Früchten von Berberis vulgaris lässt sich ein bekömmlicher Essig komponieren, der zu vielen Salaten passt. Dazu braucht man 200 g frische Berberitzen, 400 ml Rotweinessig und 100 g Zucker. Die Früchte werden gewaschen und püriert. Das Fruchtmus füllt man in eine größere Flasche, die mit dem Rotweinessig aufgefüllt wird. Die verschlossene Flasche wird für zwei Wochen an einem kühlen und dunklen Ort aufgestellt. Danach wird das Ganze gefiltert und der Zucker untergerührt. Die Flüssigkeit kurz aufkochen und in Flaschen abfüllen.

Maronen-Mehl: Die Esskastanie (Castanea sativa) ist ein mittelstarkwüchsiger Baum, dessen Maronen-Früchte als Wildobst begehrt sind. Aus ihnen lässt sich auch ein glutenfreies Mehl herstellen. Zunächst werden die Früchte im Herbst gründlich getrocknet, indem man sie luftig lagert. Nachdem sie etwa die Hälfte ihres Gewichtes verloren haben, werden sie geschält und zerkleinert und im Backofen bei ca. 100°C nochmals getrocknet. Danach lassen sich die Bruchstücke leicht zu einem feinen, weißen Mehl mahlen.

Gänseblümchen-Salat: Das Gänseblümchen ist ein mehrjähriges Rasenunkraut, das von März bis November weiß blüht. Es richtet seine Blüten nach der Sonne aus und taucht immer wieder – zum Ärger vieler Rasenfreunde - in Rasenflächen auf. Man kann es bekämpfen oder aber auch einfach aufessen. Am besten schmecken die frischen, gründlich gewaschenen Blüten im April und Mai. Sie runden mit ihrer pfeffrigen Note beispielsweise einen Rohkostsalat mit Senf-Jogurtsauce, Balsamico-Essig und schwarzem Pfeffer geschmacklich ab.

Schlehen-Sirup: Die Schlehe (Prunus spinosa) ist ein robuster Strauch mit beinharten Trieben und im März und April landschaftsprägend. Das Gehölz erfüllt zahlreiche ökologische Aufgaben in Feld und Flur, spendet Nektar und dient als Bienenweide. Die Schlehe verträgt selbst radikalsten Rückschnitt und lockt im Herbst mit ihren blauschwarzen Früchten zahlreiche Vogelarten. Am besten sammelt man die Schlehenbeeren nach dem ersten Frost. Bleibt der Frost aus, werden die Früchte kurz eingefroren. Man gibt 2 kg Beeren in einen Topf, übergießt sie mit kochendem Wasser und lässt sie einen Tag ziehen. Der Saft wird filtriert und 1 kg Zucker, Zimt und Nelkenpulver untergerührt. Das Ganze lässt man aufkochen und einige Minuten köcheln. Heiß in Flaschen abfüllen und sofort verschließen. Schlehen-Sirup passt zu Eis oder dient - mit Wasser vermischt – als Limonadenersatz.

Zieräpfel: Aus Zieräpfeln (Malus) lässt sich innerhalb kürzester Zeit eine leckere Konfitüre zubereiten. Entfernen Sie zunächst von den Zieräpfeln die Stiele und Blütenansätze und waschen Sie sie gründlich. Bringen Sie 1 kg Äpfel mit ca. 100 ml Wasser und dem Saft einer Zitrone zum Kochen. Das Ganze lassen Sie 10 Minuten leise köcheln, bis die Äpfel weich sind. Zerdrücken Sie die Äpfel dann mit einem Kartoffelstampfer und streichen Sie sie durch ein Sieb. Fügen Sie nun jeweils eine Prise Zimt und Ingwer hinzu. Mengen Sie 500 g Gelierzucker unter und lassen Sie die Masse vier Minuten stark sprudelnd aufkochen. Dabei das Umrühren nicht vergessen! Jetzt können Sie die Konfitüre vom Herd nehmen, noch einen kleinen Schuß Rum unterrühren und sie in heiß ausgespülte Gläser einfüllen.

Essbare Pflanzen für den Monat November

Topinambur-Wurzel: Topinambur (Helianthus tuberosus) ist eine attraktive mehrjährige Sonnenblumenart, die Zierde und Nutzen in sich vereint. Sie blüht gelb von August bis Oktober. Die kleinen Sonnenblumen thronen auf teils 2 Meter hohen Stielen. Daneben bilden die Pflanzen unterirdische, längliche Knollen aus. Topinambur stammt ursprünglich aus Amerika und wurde im 17. Jahrhundert nach Europa eingeführt. Bereits die Indianer nutzten die Knollen als Gemüse, das am besten mit Kartoffeln vergleichbar ist. Es kann allerdings auch roh verköstigt werden. Ein Rezeptvorschlag wäre beispielsweise eine Topinambur-Curry-Suppe. Dazu werden Topinambur und Kartoffeln geschält und gewürfelt und in Butter und Öl kurz angeschwitzt. Das Ganze wird mit Gemüsebrühe abgelöscht und ca. 15 Minuten weich gekocht. Danach die Suppe pürieren und mit Curry, Honig oder Rohrzucker, Salz, Cayenne-Pfeffer, Koriander, Zitronensaft und Schmand abschmecken.

Rose: Hagebutten nennt man die Früchte der Rose. Nur wenigen Gartenfreunden ist bewusst, dass man bestimmte Hagebutten frisch verzehren kann. Dazu werden die Hagebutten gewaschen und entkernt. Die Früchte gründlich durchkauen, denn dadurch werden die Wirkstoffe gelöst. Besonders bekömmliche Hagebutten für den Frischverzehr sind beispielsweise diejenigen der Stacheldrahtrose (Rosa sericea f. pteracantha) mit süß-säuerlichem Geschmack. Für die Küche gibt es viele Hagebutten-Rezepte. Wichtig ist die umgehende Verarbeitung der Hagebutten, da sich die hochwertigen Inhaltsstoffe (u.a. Vitamine C, K, P, Mineralstoffe) rasch abbauen. Die Hagebutten werden entkernt und zerkleinert. Dies verkürzt die Einkochzeit erheblich und schont ebenfalls den Vitamingehalt. Beliebt ist die Hagebuttenkonfitüre. Dafür werden die geputzten, gewaschenen und entkernten Hagebutten mit Wasser übergossen und einen Tag stehen gelassen. Die mürbe gewordenen Früchte mit dem Einweichwasser erhitzen, so lange kochen lassen, bis sie weich sind und dann durch ein feines Sieb streichen. Das Fruchtmark abwiegen, die gleiche Menge Zucker und etwas Zitronenschale hinzufügen, das Ganze nochmals erhitzen und unter Rühren zehn Minuten kochen. Die Konfitüre in heiß ausgespülte Gläser füllen und diese sofort verschließen.

Hagebuttensirup: Für den Sirup benötigt man 500 g Hagebutten, 500 g Zucker und 1 l Wasser. Und so geht's: Die geputzten, gewaschenen und entkernten Hagebutten gut zerkleinern, zusammen mit dem Wasser aufkochen und zwanzig Minuten köcheln lassen. Durch ein sehr feines Sieb oder Baumwolltuch abseihen. Den Saft mit dem Zucker zusammen langsam unter Rühren wieder erwärmen. Den Sirup heiß in Gläser abfüllen und diese sofort verschließen. Das Sirup wird zum Aromatisieren von Fruchtsalat, Eis u. a. verwendet. Mit gekühltem Sekt aufgefüllt ein fruchtiges Getränk!

Zierquitten-Likör: Zierquitten blühen attraktiv, tragen Früchte, sind äußerst bescheiden in ihren Standortansprüchen und ausgesprochen anpassungsfähig. Unter den früh blühenden Sträuchern gilt Chaenomeles, wie die Zierquitte botanisch bezeichnet wird, als echter Kämpfer. Selbst der Wurzeldruck großer Bäume kann dem Stehaufmännchen nicht viel anhaben. Die Blütenfarbpalette reicht von rosa, orange und rot bis weiß. Was nur wenige wissen: Blütentriebe sind eine floristische Kostbarkeit, die für die Vase geschnitten werden können. Die Früchte der Zierquitten enthalten sehr viel Vitamin C. Vor der Reife fällt der Fruchtbehang kaum auf. Erst nach dem Laubfall zeigen sich die gelben bis gelbroten, harten, duftenden Früchte. Die Reifezeit fällt in den Oktober. Roh sind die Früchte ungenießbar, aber nach längerem Kochen werden sie essbar und wohlschmeckend. Aus ihnen lassen sich zum Beispiel Gelees zubereiten. Auch Liköre sind beliebt. Hierzu füllt man ein Gefäß zur Hälfte mit gewaschenen, halbierten Zierquitten. Ein Drittel ihres Gewichtes kommt als weißer Kandiszucker dazu. Das Ganze wird mit Doppelkorn oder Wodka aufgefüllt und verschlossen. Nach etwa drei Monaten sind die Schwebteilchen zu Boden gesunken und der Likör kann gefiltert werden. Aus den Likör-Zierquitten lässt sich noch ein Zierquitten-Gelee zubereiten.

Rosen Gelee
Rosenblüte Nahaufnahme
Jetzt zu dem Thema beraten lassen

Finden Sie schnell und einfach eine Gartenbaumschule in Ihrer Nähe

Postleitzahl

Folgende Ratgeber könnten Sie auch interessieren

Richtig gießen – Wann und wie

Tipps zum Wässern der Gartenlieblinge

Essbare Pflanzen – Tipps für verzehrbare Blumen, Blätter und mehr

Überaschende und interessante Pflanzen zum Verzehr

Rosen richtig pflanzen – Anleitung und Tipps

So pflanzen Sie Rosen richtig